Was bedeutet medizinischer Fortschritt für Patientinnen und Patienten?

Medizin bewegt unser Leben – und rettet Leben.

Neue Therapien und innovative Medikamente verbessern bestehende und ermöglichen neue Behandlungen, die früher nicht möglich waren und Patientinnen und Patienten mehr Lebensjahre schenken können.

Doch der Zugang zu innovativen Medikamenten dauert seit 2016 in der Schweiz immer länger, was erhebliche Folgen für unsere Gesundheit hat.

Wo medizinischer Fortschritt sichtbar wird.

Innovative Therapien, die Leben retten

Forschende Pharmaunternehmen entwickeln kontinuierlich neue Therapien gegen Krebs, seltene Krankheiten und andere chronische Leiden.

Die Überlebensraten bei Krebs steigen dank medizinischem Fortschritt deutlich. Wie schnell Patientinnen und Patienten jedoch Zugang zu diesen neuen Therapien erhalten, entscheidet darüber, wie stark sie vom medizinischen Fortschritt profitieren.

Früher Zugang dank klinischen Studien

Klinische Studien ermöglichen Patientientinnen und Patienten den frühen Zugang zu innovativen Therapien – oft bevor sie regulär verfügbar sind.
Doch ihre Zahl in der Schweiz sinkt.

Klinische Studien sind ein zentraler Bestandteil der medizinischen Entwicklung. Sie ermöglichen es, neue Therapien unter realen Bedingungen zu testen und gleichzeitig Patientinnen und Patienten frühzeitig Zugang zu innovativen Behandlungen zu geben.

Die Attraktivität der Schweiz für klnische Studien sinkt. Dies zeigt sich in einer sinkenden Anzahl klinischer Studien.

Medizin bewegt unser Leben – doch der Zugang dazu ist entscheidend.

Fortschritt und Innovation alleine reichen nicht.
Entscheidend ist, ob neue Medikamente rechtzeitig bei den Patientinnen und Patienten ankommen, doch das ist heute nur verzögert der Fall.

Was passiert, wenn der Zugang fehlt?

Patientinnen und Patienten warten länger auf neue Medikamente

Es ist bereits Tatsache, dass Patientinnen und Patienten heute länger auf neue Medikamente warten als früher und der Zugang verzögert sich zunehmend noch mehr.

Seit 2014 ist die Zahl zugelassener, aber noch nicht vergüteter Medikamente stark angewachsen und lag 2024 bei 355.
Zudem dauerte bei 29 von 31 Produkten (94%) die Aufnahme in die Spezialitätenliste länger als die in der Verordnung vorgesehenen
 60 Tage.

* Sind die Voraussetzungen für das Eintreten auf das Gesuch gemäss Art. 69 Abs. 4 KVV vor der definitiven Zulassung durch Swissmedic erfüllt, so entscheidet das BAG in der Regel innert 60 Tagen ab der definitiven Zulassung.

In der Schweiz stehen weniger innovative Medikamente und Therapien zur Verfügung

Jetzt schon sind nicht alle zugelassenen Medikamente und Therapien in der Schweiz verfügbar.

Die Verfügbarkeit von Therapien und Medikamenten ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Gesundheitsversorgung.
2018 waren rund 64 Prozent der von der EMA zugelassenen Arzneimittel in der Schweiz voll verfügbar. 2024 waren es nur noch 47 Prozent.

Die Versorgungssicherheit steht auf dem Spiel

Globale Entwicklungen gefährden die stabile Versorgung.

Engpässe und Abhängigkeiten nehmen zu.

Geopolitischen Dynamiken setzen den Standort Schweiz massiv unter Druck und gefährden die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit lebenswichtigen Medikamenten.

Dies alles hat weitreichende Konsequenzen für die Gesundheitsversorgung der Schweiz.

Die Situation für Patientinnen und Patienten ist klar: Der Zugang zu innovativen Medikamenten und neuen Therapien kann Leben retten. Medizinischer Fortschritt, Innovation und damit die Sicherstellung der Versorgungssicherheit ist entscheidend und keine Selbstverständlichkeit.

Es braucht jetzt und heute die richtigen politischen und strukturellen Entscheidungen, um die Gesundheitsversorgung der Schweiz langfristig zu sichern.

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